Technik, die begeistert

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Friedensartega
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Technik, die begeistert

Beitrag von Friedensartega » Fr 27. Jun 2008, 13:06

... und zwar begeistert sie mich

Hat jemand mal ein BIld vom G-Kräfte-Messer. Ich will mal einen Lebenden sehen. Bei paragon und artega finde ich dazu überhaupt nichts, außer dem Eintrag in der Preisliste. :cry:

Matthias
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Re: Technik, die begeistert

Beitrag von Matthias » Fr 4. Jul 2008, 18:06

Häng dir ein Stofftier an den Rückspiegel schon hast du ein G-Messer :lol:

gab
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Re: Technik, die begeistert

Beitrag von gab » Mo 1. Dez 2008, 22:10

Stell dir nen Zeigerinstrument vor was in 2 Richtungen ausschlägt...

Also so würde ich das machen ....
Aber das will ja keiner :)

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Salthof
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Re: Technik, die begeistert

Beitrag von Salthof » Di 13. Okt 2009, 11:28

Fujitsu: Grafik-Controller für High-Tech-Sportwagen

Der Grafik-Controller MB86R01 'Jade' von Fujitsu Microelectronics Europe (FME) spielte bei der Realisierung des modernen Armaturenbretts im futuristischen Sportwagen Artega GT eine entscheidende Rolle. Artega ist nicht nur der Name des Autos, sondern auch des Unternehmens, das von Klaus Dieter Frers, CEO von paragon, gegründet wurde. Die Idee war einen Sportwagen für die Zukunft entwickeln, in dem die neuesten Technologien zum Einsatz kommen, ohne dass aber wie bei den bekannten und etablierten Herstellern auf die Markenerwartungen und die Geschichte Rücksicht genommen werden muss. Das ganze Auto steckt voller modernster Technologien, wie beispielsweise ein rekonfigurierbares LCD-Instrumentenfeld auf der Basis des 'Jade' Grafik-Controllers von FME.

Das Instrumentenfeld besteht aus einem hochauflösenden, beleuchteten 10,2 Zoll Farbdisplay mit 800 x 480 Pixeln und einem digital gesteuerten analogen Zweifach- Zeigerinstrument mit einem hochwertigen Metallziffernblatt wie bei einer Luxusuhr. Dieses zeigt die Motordrehzahl und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs über eine gemeinsame Achse an und wurde als weltweit erstes dieser Art patentiert. Der Trend in der Automobilindustrie geht weg von den gewohnten mechanischen Anzeigen und Zeigerinstrumenten und hin zu einer grafischen Darstellung dieser Instrumente auf LCDs. Obwohl die Fahrer die Vorteile dieser neuen Technologie inzwischen schätzen, wird immer noch das konventionelle Aussehen und vertraute Layout bevorzugt.

Der Artega GT verfügt über ein großes zentrales Zeigerinstrument, das wie alle anderen Instrumente grafisch vom 'Jade' auf einem LCD dargestellt wird. Dies erfordert einen Controller, der komplexe 3D Grafik darstellen kann - bis hin zur Schattierung rund um die Instrumente - so dass diese wie ein mechanisches Instrument aussehen. Dies ist eine typische Aufgabe für 'Jade'. Als SoC ist 'Jade' nicht nur ein Grafik- Controller, sondern er enthält außerdem eine ARM 9 CPU. Dies ist ein vollständig synthetisierbarer Prozessor mit einer durch die Jazelle® Technologie (Java™ Beschleunigung) erweiterten 32-Bit RISC CPU mit 16 kB Befehls-Cache-Speicher, 16 kB Daten-Cache-Speicher, 16 kB ITCM, 16 kB DTCM und Speicherverwaltungseinheit (MMU). Dadurch ist dieser 'Jade' eher ein Single-Chip-Grafik-Subsystem, das von außen durch die Übertragung von Informationen gesteuert werden kann, beispielsweise zur Anzeige des Ölstands mit den Werten x, y, z. Diese Single-Chip- Einheit kann alle hierzu notwendigen Informationen berechnen, die Grafik erstellen und die entsprechenden Daten an die Anzeige liefern. Das Ergebnis ist ein beeindruckend realistisches 'mechanisch aussehendes' Instrumentenfeld, das entsprechend den jeweiligen Kundenanforderungen konfiguriert werden kann.

'Jade' wurde im Jahr 2007 vorgestellt und war das erste Bauteil einer neuen Familie von Grafik-Controllern speziell für embedded Highend-Grafikanwendungen aus dem Automobilbereich und das erste SoC-Bauteil (System-on-Chip) von Fujitsu, das den leistungsfähigen 32-Bit ARM926EJ-S™ CPU-Core mit dem erfolgreichen ‘Coral PA’ Grafik-Prozessor des Unternehmens kombiniert.

'Jade' basiert auf der 90 nm CMOS Prozesstechnologie von Fujitsu und wurde speziell für Anwendungen optimiert, die eine hohe CPU-Leistung in Kombination mit einer komplexen 2D/3D Grafikdarstellung benötigen. Zu den Zielanwendungen gehören On- Bord- und mobile Navigationssysteme, grafische Armaturenbrettsysteme, HUDAnwendungen (Head-up Display), Unterhaltungssysteme für Rücksitz-Passagiere, Point-of-Sales-Terminals und Steuerungspanels für den Einsatz in der Industrie. Der Coral PA Prozessor von Fujitsu bietet hoch entwickelte Funktionen für embedded Grafikanwendungen, wie In-Car-Infotainmentsysteme, die umfassende Anzeige- und Rendering-Funktionen erfordern. Zu diesen Funktionen gehören eine Rendering-Engine mit 2D/3D Grafik-Beschleunigungsfunktionen, ein Geometrieprozessor, der Gleitkommatransformationen für nahtlose grafische Animationen unterstützt und eine zweikanalige Anzeige (2 x RGB Digitalausgang), die eine Darstellung von unabhängigen Inhalten auf zwei angeschlossenen Bildschirmen ermöglicht.

Das Bauteil wird in einem 484 Pin Ball-Grid-Array geliefert und benötigt eine Speisespannung von 3,3 V (Ein-/Ausgabe), 1,8 V (DDR 2), 1,2 V (intern) und ist für einen Betrieb in einem Temperaturbereich von -40 bis +85 °C spezifiziert. Zu den weiteren Merkmalen gehören eine ETM9 (medium) und JTAG ICE Schnittstelle, ein 8 Kanal DMA und 32-Bit Timer. Die Core-Frequenz ist 320 MHz (durch ein On-Chip- PLL generiert). Zu der auf dem Chip vorhandenen Peripherie gehören ein DDR2 Speicher Interface mit 320 Mbps (bis zu 128 MB), eine parallele Flash/SRAM Host- Schnittstelle mit Entschlüsselungs-Engine, Parallel ATA, SD-Card, CAN, Media LB, USB 2.0 (Host und Funktion), ADC, DAC, I2C, I2S, PWM, SPI, UART, GPIO und ein externer Interrupt.

So sieht die Elektronik ohne Armaturenbrett aus:
Fujitsu-3_af.jpg
Quelle: Elektroniknet.de
Drehmoment durch Hubraum statt Zwangsbeatmung in Zwergen !!!

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Patrick
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Re: Technik, die begeistert

Beitrag von Patrick » Di 13. Okt 2009, 12:32

Salthof hat geschrieben:Parallel ATA, SD-Card, CAN, Media LB, USB 2.0 (Host und Funktion)
Mhh, das schreit doch förmlich nach einer Erweiterung mit einer SD-Karte oder einer kleinen Festplatte! ;)

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Re: Technik, die begeistert

Beitrag von Patrick » Do 7. Okt 2010, 21:08

Für technikinteressierte Menschen - ähnlich wie ich einer bin - habe ich ein Video der konfigurierbaren Elementen des Kombiinstruments professional und der serienmäßigen Stoppuhr im Chronographenlook gedreht:

http://www.youtube.com/watch?v=47D8NzoT5a0

Dass man beide Einstelltasten im Tacho gleichzeitig für mehrere Sekunden drücken muss, ist nicht sonderlich intuitiv. Das Handbuch wusste aber schnell Rat ;) Die Animation beim Aktivieren der Zündung finde ich sehr schön gemacht, da zeigt ich Liebe zum Detail.

ajzahn

Re: Technik, die begeistert

Beitrag von ajzahn » Fr 8. Okt 2010, 06:04

nette Spielerei

braucht man so etwas in einem Sportwagen? Reichen da nicht ein paar Rundinstrumente und Kontrollleuchten?

einsteigen, Schlüssel drehen und losfahren, nicht erst überlegen, welch Knöpfchen man in welcher Reiheenfolge und wie lange drücken muss um irgendwelchen bunten Anzeigen zum Leuchten zu bringen.

wer schaut schon auf ein G-Meter wenn er im Grenzbereich unterwes ist und die volle Aufmerksamkeit der Strecke, den Einlenk- ud Bremspunkten gilt?

es gab mal Zeiten, da kamen echte Sprtwagen ohne diesen ganzen Schnick-Schnack aus, heute versucht sich jeder Hertseller durch irgendwelche Spielfilmchen auf Start-Up Displays zu definieren :(

irgendwann dann noch in High Definition mit THX, da könnte man sich dann auch noch Le Mans mit Steve McQueen reinziehen und den eigenen Motor dabei aufheulen lassen, dabei aber bitte nicht das Garagentor schliessen, da haben die Nachbarn auch noch was davon ;)

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Hubbs
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Re: Technik, die begeistert

Beitrag von Hubbs » Mo 11. Okt 2010, 15:28

ich find dieses ganze Bildschirmgedöns auch nicht ok. Vielleicht bin ich aber einfach nur zu unflexiebel um i Drive etc zu bedienen. Ich hab auch keine Lust dauernd irgendwas nachzustellen an Federung, Gasannahme, Schaltgeschwindigkeit etc. Da ist man immer so im Zwiespalt, ob man das Optimum rausgeholt hat. Ne ne wenn ein Auto nicht so passt wie es gemacht wurde kauft Hubbs sich lieber eins das eben SO ist wie´s sein soll.

Ist ja schön und gut solange das neu ist und funktioniert, aber mit den Jahren wird das eine ewige Baustelle und reparieren kann man sowas auch nicht mehr.

Als Beispiel sei hier nur mal ein Telefondisplay genannt. Nach ein paar Jahren fallen die Anzeigesegmente aus und du kannst nur noch raten wer da grad anruft, oder wer in der Wahlwiederholung gespeichert ist.

Was spricht gegen bewährte Technik?
In der Fliegerei hab ich ebenfalls mehr Vertrauen in altmodische mechanische Instrumente als in diese hochmodernen konfigurierbaren Glascockpits. Wenns da mal Probleme gibt hast du nämlich gar nichts mehr. Da hilft selbst ein Vorkriegsmodell eines künstlichen Horizonts schon extrem weiter.

mit wenig technikgläubigen Grüßen

Hubbs

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Re: Technik, die begeistert

Beitrag von Patrick » Mo 11. Okt 2010, 19:43

Dazu fällt mir folgendes Zitat ein: "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung. " Kaiser Wilhelm II

In zehn Jahren wird wohl nahezu jedes Auto einen LCD-Tacho besitzen (ich weiß: die Zukunft kann man schwer vorhersagen, siehe Zitat, aber es spricht eigentlich nichts dagegen). Schon heute wird in keinem modernen Rennwagen ein analoges Instrument mehr verbaut.

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Re: Technik, die begeistert

Beitrag von Hubbs » Mo 11. Okt 2010, 20:42

rennwaegen haben eine nutzungsdauer die mit einem zukuenftigen autoklassiker nicht zu vergleichen ist.

im motorsport muss sowas oft nur eine Saison halten. beim artega gt kannst du nicht staendig umbauen und wer repariert in 30 jahren die original armaturen?

kurzfristig gedacht ist diese technik schon interessant, aber in 30 jahren habe ich lieber einen rechenschieber als einen hightec taschenrechner der nicht funktioniert.

ein auto ist nunmal kein pc, den ich alle paar jahre wegschmeisse und gegen einen neuen ersetze.

selbst bei BMW bekommt man keine elektronischen bauteile mehr fuer klassiker wie den 635i.

bei aelteren modellen gibts keine probleme.
schau nur mal auf mein avatar. voellig problemlos so ein oldtimer, da kannst du alles nachbauen. versuch das mal bei elektronik.

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