Gedanken zu den Bremsen

ajzahn
Re: Gedanken zu den Bremsen

Beitrag von ajzahn » Do 3. Jun 2010, 09:02

Kritik muss der GT für seine Bremse einstecken. Das Pedalgefühl ist schwammig, die Bremse selbst könnte mehr Biss zeigen.
http://www.welt.de/motor/article4367727 ... hoehe.html

dies war auch mein persönlicher Eindruck nach der ersten Probefahrt :cry: , klar, der Artega GT bremst hervorragend, die geringe Masse ist sicherlich auch hier sehr von Vorteil, nur meldet die Bremse nicht zurück, wieviel Druck man auf das Pedal ausübt, das Pedal gibt nach, man tritt irgendwie in Gummi oder Silikon, andere Bremsbeläge schaffen hier vielleicht Abhilfe wie mir der Importeur von Brembo sagte.

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Patrick
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Re: Gedanken zu den Bremsen

Beitrag von Patrick » Do 3. Jun 2010, 09:53

Das war damals auch mein Eindruck, zum aktuellen Artega kann ich jedoch nichts sagen. Als Laie kann ich mir auch schwer vorstellen, warum andere Beläge mehr Rückmeldung geben sollten. Aus meiner Sicht müsste man doch eher einen Blick auf die Bremsleitungen (ich meine, dass Artega serienmäßig Stahlflex verbaut) oder die Sättel betrachten.

Was sagen die anwesenden Artegafahrer? Kann man sich dran gewöhnen?

ajzahn

Re: Gedanken zu den Bremsen

Beitrag von ajzahn » Do 3. Jun 2010, 19:16

der Wagen, den ich zwischenzeitlich nur kurz fahren konnte, entsprach bereits dem Serienzustand, das vermeintli chfehlende Feedback des Bremspedals sei verursachtt durch den Hydraulikzylinder der ABS-Bremsnalage, bzw. der Hebelwirkung des Pedals auf diesen Zylinder und umgekehrt, das nur wenige und sehr weiche Gefühl für die Bremse sei dadurch bedingt und durchaus beabsichtigt, die Artega Kunden wünschen keine/oder sollen nicht mit einer Rennbremse ala PCB Porsche Ceramic Disk Brake konfrontiert werden, der Artage GT soll hier einen sicheren und eher komfortbetonten Eindruck vermitteln, sicher sei die Bremse allemal, das habe ja der ams Test bewiesen.

ein wirklich sportlicher Fahrer hat damit vielleicht ein Problem haben, es dauert lange, sich an diese Art der Bremse zu gewöhnen, man bremst früher und vorsichtiger, erst muss das Vertrauen aufgebaut werden, den Artega GT aggressiv in eine Kurve hinein zu bremsen, das können irgendwann nur wirkliche Experten, dem weniger ambitionierten Gelegenheitsfaher blieben somit die Grenzbereiche des Artega GT verborgen, ist vielleicht vom Werk auch so gewollt.

Da ich nun weiss, wer die Bremse für den Artega GT mit konzipiert und letztendlch geliefert hat, schient es so, als ob es noch Reserven für ein mögliches anderes Set-Up gibt, u.a. auch andere Bremsbeläge ...

ich weiss was beim Farbio/Ginetta GTS auch ohne ABS möglich ist, leider kein Vergleich zum Artega GT.

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Re: Gedanken zu den Bremsen

Beitrag von Patrick » Fr 4. Jun 2010, 08:23

Tja, so ähnlich die Konzepte sind: Ein Artega ohne ABS wäre undenkbar! Auch möchte ich kein Auto ohne ABS fahren, egal wie kompromisslos der Sportwagen sein soll.

Ich bin auf die ersten Rennstreckenberichte gespannt!

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Re: Gedanken zu den Bremsen

Beitrag von thomask » Fr 4. Jun 2010, 15:34

Ja, anfangs erscheint die Bremse geringfügig undefiniert. Inzwischen merke ich das nicht mehr - vielleicht ist es weg, vielleicht habe ich mich daran gewöhnt. Ich finde die Bremse heute jedenfalls extrem feinfühlig und brutal im Ergebnis. Wer jemanden im Artega beeindrucken möchte, der bremst!
Mir hat die Bremse schon mindestens einmal die Gesundheit, wenn nicht das Leben gerettet, als eine dumme Nuss von der Autobahnauffahrt mit 120 km/h grundlos direkt rüber auf die dritte Spur gezogen ist, auf der ich mit >250 km/h unterwegs war. In allen bisher von mir gefahrenen Wagen wäre ich aufgeschlagen, während der Artega trotz Kurve vollkommen spurstabil einfach den Anker auswirft.

Eines ist daran aber auch gefährlich: beim Wechsel auf andere Fahrzeuge oder bei Fahrten auf nasser Straße muss man sich sehr disziplinieren, weil vom Artega verwöhnt.

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Re: Gedanken zu den Bremsen

Beitrag von Patrick » Do 22. Sep 2011, 17:15

Ab Modelljahr 2012 sind gelochte Bremsscheiben serienmäßig. Kommt auch besser an der Eisdiele an ;)

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