Artega GT - Fahrbericht 2010

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Patrick
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Artega GT - Fahrbericht 2010

Beitrag von Patrick » So 26. Sep 2010, 22:57

Seit der ersten Vorstellung im Jahr 2007 ist viel Zeit vergangen. Der Artega GT sieht optisch noch taufrisch aus und die Macher versprechen, dass er nun auch die Qualitätsanforderungen erfüllt. Grund genug für Artega-GT.de ein Fahrzeug des aktuellen Fertigungsstandes auf die Probe zu stellen.

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Immer im Fokus: Ein Artega GT erzeugt Aufsehen!


Da ist es wieder - es faucht zunächst böse, dann wummert es mit viel Bass friedvoll vor sich hin. So könnte man die typische Startsequenz eines Artega GT akustisch beschreiben. Der bekannte 3,6l V6 ist immer noch das Herzstück des Artega GT und ist unter anderem für die Musik verantwortlich. Er kann aber mehr als dies: Innerhalb von 4,8 Sekunden soll der Direkteinspritzer die lediglich 1,18 Meter hohe Flunder aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten lassen. Dies ist aber auch ein Verdienst des extra für den Artega GT abgestimmten Doppelkupplungsgetriebes (DSG), welches zuverlässig und blitzschnell seine Aufgabe verrichtet. Man kann dabei wählen entweder bequem im Automatikmodus zu fahren oder selbst die Gangwechsel in der manuellen Gasse oder mit den Schaltpaddeln am Lenkrad zu initiieren. Tatsächlich harmoniert das DSG ausgezeichnet in diesem kompakten und leichten (1250 kg Leergewicht) Sportwagen.

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Ob Rennstrecke oder Boulevard: Der Artega fühlt sich überall heimisch.

Auch die restlichen Funktionen des aktuellen Artegas können nun mit dem Wort "zuverlässig" beschrieben werden. Das feuerrote Testfahrzeug verfügte unter anderem über die neueste Tachoeinheit, welche leicht an den getrennten Wellen für Drehzahl und Geschwindigkeit zu erkennen ist. Hiermit geht zwar ein Markenzeichen des Artegas verloren - Zeiger von Drehzahlmesser und Tacho auf einer Welle – auf der anderen Seite kann jedoch auf erprobte und bewährte Technik zurückgegriffen werden. Auch die Fronthaube, welche in ihrer frühesten Version durch extreme Verformungen nahe der Höchstgeschwindigkeit für Aufsehen gesorgt hatte, wurde schon vor langer Zeit verstärkt und konturiert. Im aktuellen Modell besteht diese Haube nicht mehr aus dem typischen Kunststoff Polyurethan, wie der Rest der Artega-Karosserie. Stattdessen wird nun zur Gewichtsreduktion bei gleichzeitiger Stabilitätsverbesserung eine Haube aus Carbon montiert. Von außen ist diese gewohnt lackiert, sodass kein Unterschied zur übrigen Karosserie auffällt, von unten ist sie jedoch in hochwertigster Sichtcarbonausführung gefertigt, sodass man die perfekte Webung der Fasern sehen kann. Es bleibt spannend, was Artega als nächstes aus diesem Hightech-Material anbieten wird.

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Mit aktivierter Launch Control beschleunigt der GT optimal an der Schlupfgrenze.


Fahrdynamik war schon immer die Tugend des Artegas. Trotz Gewichtszunahme auf 1250kg (Leergewicht) während der Entwicklungszeit, ist der kleine Zweisitzer aktuell immer noch eines der leichtesten Automobile mit V6-Motor auf dem deutschen Markt. Kurvige Landstraßen sind dabei wohl das perfekte Jagdgebiet des Artega GT. Der Saugmotor hängt naturgemäß gut am Gas, die kompakten Abmessungen können gut abgeschätzt werden, was wichtig ist, um eine gute Linie fahren zu können. Einzig die Außenspiegel, welche durch eine EU-Vorschrift gewaltige Dimensionen angenommen haben, stören die Sicht schräg nach vorne. Die am Testfahrzeug montierten optionalen Schmiederäder mit gewaltigen 305 mm breiten Sportreifen auf der Hinterachse verhelfen beim Kurvenräubern zu guter Traktion. Sollte man dennoch einmal eine Kurve zu optimistisch anfahren, greift das nun serienmäßig aktivierte ESP ein und verhindert ein Ausbrechen des Hecks wirkungsvoll. Auch auf der Autobahn macht der Artega GT eine gute Figur. Da er ungefesselt bis zur eingetragenen Höchstgeschwindigkeit von 271 km/h stürmen darf, hängt er viele stärkere, aber auf 250 km/h gedrosselte Limousinen ab. Das Fahrverhalten wirkt jedoch nahe der Höchstgeschwindigkeit nervös, auf unebener Fahrbahn muss der Fahrer konzentriert agieren. Hier könnte der Grund im recht kurzen Radstand liegen. Nichtsdestotrotz arbeiten die Bremsen aus dem Hause Brembo auch bei diesen Tempi ausgezeichnet. Der Wagen liegt bei einer harten Bremsung sehr gut in der Spur, die Verzögerung ist nahezu konkurrenzlos gut. Dies schafft Sicherheit und Vertrauen in den neuen deutschen Sportwagen – dem Artega GT.

Auf der Kostenseite hinterlässt der Artega GT einen zwiespältigen Eindruck. Der Einstiegspreis ist mit 79.950€ für einen kleinen Sportwagen mit 300 PS kein Schnäppchen. Auf der anderen Seite ist die Serienausstattung mit DSG-Getriebe, Xenon, Teilleder und Navigation sehr umfangreich. Auch die relativ wenigen optionalen Extras sind im Vergleich zu andern Automobilherstellern nicht teuer, sodass es verwundern sollte jemals einen Artega in Grundausstattung zu Gesicht zu bekommen. Der Testverbrauch pendelte sich bei ca. 12 Liter auf 100 km ein, wohlgemerkt mit Hochgeschwindigkeitsfahrten und Beschleunigungstests, sodass man im Alltag von einem leicht geringeren – auf der Rennstrecke von einem höheren Verbrauch ausgehen kann. Da der moderne Direkteinspritzer die Abgasnorm Euro 5 erfüllt, ist ein Neufahrzeug 12 Monate von der Kraftfahrzeugsteuer befreit.

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Der Grundpreis für den kompakten Sportler beträgt 79.950€.

Fazit
Rom wurde nicht an einem Tag erschaffen und so braucht auch eine komplexe technische Entwicklung wie der Artega GT eine gewisse Zeit bis alle Komponenten wie gewünscht zusammenarbeiten. Indem die seit Ende 2009 eingesetzte Führungsmannschaft sich dutzenden von kleinen und großen Kinderkrankheiten angenommen hat, hat der überarbeitete Artega GT eine hohe technische Reife erlangt. Man kann nun mit Fug und Recht behaupten, dass nun wirklich er ersehnte Alleskönner geworden ist. Er ist zuverlässig, sportlich und praktisch zugleich. Es steht außer Frage, dass es für jede dieser Eigenschaften eine Referenz auf dem Automobilmarkt gibt, aber es wird schwierig ein ähnlich exklusives Fahrzeug zu finden, welches man problemlos zum Einkaufen nutzen kann und daraufhin auf der Rennstrecke bei ein paar schnellen Runden Spaß zu haben. Man sollte nur nicht vergessen den Einkauf zwischenzeitlich auszuladen ;)

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Das Design von Henrik Fisker wirkt aus jeder Perspektive beeindruckend.

Weitere Bilder finden sich in der Artega-GT.de Galerie.

Text: Patrick W.
Bilder:Matthias Kierse

ajzahn

Re: Artega GT - Fahrbericht2010

Beitrag von ajzahn » Mo 27. Sep 2010, 09:58

das ursprüngliche Konzept des Artega GT mit den herausragenden Alleinstellungsmerkmalen der Intrumentierung und der PU-Karosserie und des extremen Leichtbaus hat sich in der Praxis nicht durchgesetzt und wird nun Zug um Zug geändert.

Wie lange bist Du den Artega denn gefahren, um jezt Aussagen in Bezug auf die Zuverlässigkeit treffen zu können?
Wie viele Veränderungen seit Serienstart gib es denn?
Kann ein Käufer sicher sein, dass sein Artega dem aktuellen Stand entspricht?
Kann er sein Farhzeug überhaut auf diesen Stand bringen und wie lange steht der Aratge dafür in der Werkstatt?

Das sind Frage, die sich auch der Käufer "meines" Artega stellt und die ich ihm nicht beantworten kann.

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Re: Artega GT - Fahrbericht2010

Beitrag von thomask » Mo 27. Sep 2010, 11:46

Schöner Bericht und sehr schöne Bilder, Patrick!

Zur Nervosität bei hohen Geschwindigkeiten: ich glaube mittlerweile, dass das keine intrinsische Eigenschaft des GT ist, sondern ein Frage der Fahrertechnik. Gewöhnt man sich längere Zeit an den GT, ändert sich der Blick auf die Lenkung: das ist keine mit alten mechanischen Rückmeldungen vergleichbare Lenkung (bei hohen Geschwindigkeiten!), sondern eher als ein mechanisch beinahe völlig entkoppelter Joystick zu sehen. Also mach die Unterarme ganz leicht und versuche, möglichst wenig Unruhe durch deine eigene Körperbewegung aufs Lenkrad zu übertragen. Dann verschwindet das Tänzeln fast völlig - von alleine fährt der GT sehr sicher geradeaus.

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Re: Artega GT - Fahrbericht2010

Beitrag von Patrick » Mo 27. Sep 2010, 16:53

Zunächst danke für das Lob, Thomas. Ich habe das Fahrzeug einige hundert Kilometer auf der Autobahn bewegt und verglichen mit anderen Wagen liegt der Artega bei hohen Geschwindigkeiten meiner Meinung nach nicht so ruhig. Natürlich ist er leicht und hat einen kurzen Radstand, dies müsste man aber durch Abtrieb ausgleichen können.

@Axel: Der Käufer deines Artegas hat schon ein 2010er Modell. Ob die Kohlefaserhabe serienmäßig verbaut wird und ob die alte bei bestehenden Fahrzeugen ausgetausch wird, kann ich nicht sagen. Da müsste sich der Käufer mal selbst im Werk erkundigen. Die habe ist auf jeden Fall nicht gerade günstig, so gut, wie die aussieht!

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Re: Artega GT - Fahrbericht2010

Beitrag von Salthof » Mo 27. Sep 2010, 17:54

Hi Patrick,

toller Bericht und ein dickes Kompliment an Matthias für die überaus gelungenen Bilder :!:

Ich habe mir den Kleinen auch mal etwas genauer angeschaut und das eine oder andere Bildchen von ihm gemacht...
Et voila - so schaut sie von unten aus, die neue Carbonhaube... ;)
Carbonhaube.jpg
Drehmoment durch Hubraum statt Zwangsbeatmung in Zwergen !!!

ajzahn

Re: Artega GT - Fahrbericht2010

Beitrag von ajzahn » Mo 27. Sep 2010, 18:15

Patrick hat geschrieben:Zunächst danke für das Lob, Thomas. Ich habe das Fahrzeug einige hundert Kilometer auf der Autobahn bewegt und verglichen mit anderen Wagen liegt der Artega bei hohen Geschwindigkeiten meiner Meinung nach nicht so ruhig. Natürlich ist er leicht und hat einen kurzen Radstand, dies müsste man aber durch Abtrieb ausgleichen können.

@Axel: Der Käufer deines Artegas hat schon ein 2010er Modell. Ob die Kohlefaserhabe serienmäßig verbaut wird und ob die alte bei bestehenden Fahrzeugen ausgetausch wird, kann ich nicht sagen. Da müsste sich der Käufer mal selbst im Werk erkundigen.
meine Erfahrung zeigt, es gehört ein feste Hand dazu, den Artega GT bei höheren Geschwindigkeiten exakt auf Kurs zu halten, wegen des sehr kurzen Radstandes ist er eher ein Selbstläufer, gerade mit den breiten Reifen sucht sich die Voderachse gerne selbst einen Weg und lässt sich von Unebenheiten gerne davon ablenken, bei kräftigen Stössen versetzt der Artega GT gerne mal die Spur.

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so wie die Haube in dem Bild von Salthof schaute die "meines" Artega nicht aus, obwohl es sich um ein 2010 Model handelt, ist diese Haube und sind die neuen Instrumente nicht verbaut worden, also muss ich der Käufer entsprechend mit dem Werk (und zum Glück nicht mit mir!) auseinandersetzen.

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Re: Artega GT - Fahrbericht2010

Beitrag von Patrick » Mo 27. Sep 2010, 19:31

Das war ja auch meine Aussage ;) Das Testfahrzeug war eins der allerersten mit einer Carbonhaube.

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Re: Artega GT - Fahrbericht2010

Beitrag von artega gt » Mo 27. Sep 2010, 21:32

Lieber ajzahn, scheinbar kann man die notorische Stänkerei nicht lassen. Alles was Du erzählst ist x-mal wiederholt, kopiert und unendlich in Deinen Kommentaren wiedergegeben.........
Ich muss sagen, dass es jedermann klar ist, dass bei einer Kleinserie mal was nachgebessert werden muss. Das Werk ist im höchsten Mass bemüht die Kunden unbürokratisch zu bedienen. Die fachkompetenten Leute sind jederzeit greifbar. Das Auto braucht keinen Vergleich zu scheuen. Mit den paar Kilometern, die Du mit Deinem Artega gefahren bist, würde ich mich in den Aussagen auf jeden Fall etwas zurückhalten........
Sachlichere Kommentare würden der Sache sicherlich mehr dienen.

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Re: Artega GT - Fahrbericht2010

Beitrag von Patrick » Di 28. Sep 2010, 22:43

Matthias hat seinen Bericht auch veröffentlicht: http://www.carpassion.com/magazin/519-a ... richt.html
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ajzahn

Re: Artega GT - Fahrbericht2010

Beitrag von ajzahn » Mi 29. Sep 2010, 09:21

schöner Bericht, vermittelt einen guten Eindruck vom Artega GT, einige Schwachpunkte klingen noch durch, aber was lange währt, wird endlich gut, schöne Botschaft.

bei diesem Bild konnt ich mir das Lachen jedoch nicht verkneifen:

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das ist von der Innovatuionskraft und Leistungsfähigkeit des Instrumentenlieferanten Paragon nicht mehr viel übrig geblieben, das sieht nicht nur dilettantisch sondern auch billig aus, schade das die Anzeige bdier Zeiger auf nur einer Achse sich als nicht zuverlassig und praxistauglich erweisen hat :(

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