Wiesmann stellt Insolvenzantrag

Wiesmann ist eine wahre Institution im Bereich der deutschen Kleinserienhersteller. Das 1988 gegründete Unternehmen aus dem westfälischen Dülmen hat eine lange Tradition in der Herstellung puristischer Sportwagen im typischen Retrodesign.

Wiesmann MF4 CS am Bilster Berg

Wiesmann MF4 CS am Bilster Berg

Nun ist auch dieser Sportwagenhersteller in finanzielle Nöte gelangt und hat am 14. August beim Amtsgericht Münster einen Insolvenzantrag gestellt. Die Verantwortlichen bei Wiesmann suchen derzeit nach neuen Investoren, um das Fortbestehen des Unternehmens zu sichern. In den letzten 25 Jahren wurden etwa 1.600 Fahrzeuge mit den beliebten BMW Motoren hergestellt.

Seit einigen Monaten ist das Einstiegsmodell MF3 aufgrund neuer Zulassungsvoraussetzung nicht mehr erhältlich, ein Nachfolger wurde noch nicht angekündigt. Der Einstieg beginnt nun bei ca. 130.000 Euro für einen GT MF4, das Spitzenmodell Roadster MF5 kostet gar 200.000 Euro.

Artega-GT.de wünscht viel Erfolg die schwierigen Zeiten zu überwinden!

Jahresrückblick 2012

Frohe Weihnachten von Artega-GT.de!

Wie jedes Jahr, möchte ich auch 2012 durch einen Jahresrückblick abschließen. Dieses Jahr war für alle Artega-Interessierten ein sehr besonderes, aber der Reihe nach:

Im Januar wurde öffentlich, dass Artega einen neuen Besitzer suchte. Tresalia Capital versuchte zwar die Wogen etwas zu glätten, indem geantwortet wurde, dass man lediglich einen Teilhaber suche, aber dort stand wohl schon mehr auf dem Spiel.

Ebenfalls im Januar wurden einige sehenswerte Artikel und Fotografien aktueller Modelle in Onlinemagazinen oder Printmedien veröffentlicht.

Genf 2012 im März: Lange wurde über das Artega-Messehighlight spekuliert, es wurde die Glasdach-Studie gezeigt. Mit dem ersten teilweise geöffnete Artega GT hatte man immer dem Himmel im Blick – durch das Glasdach oder direkt durch die frische Luft, wenn das Glasdach hinter den Sitzen verstaut wurde.

Im Mai 2012 berichtete Artega-GT.de über Artega Vermietangebote in Deutschland. Von Rennstrecke bis Sonntagsausfahrt ist für jeden Geschmack etwas vertreten.

Im Juli hatte man schon einige Monate nichts mehr von der Investorensuche vom Januar gehört. Nun musste ein Insolvenzantrag gestellt werden, da Gespräche „in letzter Minute“ scheiterten.

Drei Monate später, Ende September, lief die Insolvenz aus und Artega kam in die Hände eines alten Bekannten zurück. Klaus Dieter Frers – oder genauer, seine Paragon AG – übernahmen die Vermögensbestände von Artega. Die Produktion des Artega GT liegt seit dem still und sie wird nicht wieder aufgenommen.

Gute 130 Exemplare des für diese Seite namensgebenen Automobils wurden in den letzten 5 Jahren gefertigt. Mehr werden es nicht, aber was ist mit diesen Autos geschehen? Wie sehen sie überhaupt aus? Wo fahren sie? Diese Fragen möchte die im Oktober gestartete Artega GT Registry beantworten. Alle Artega Besitzer oder -Begeisterte sind aufgerufen Details zu Fahrzeugen einzusenden. Gut ein Drittel der Gesamtproduktion sind in den letzten Monaten mit Fahrgestellnummer in die Registry aufgenommen worden und ich würde mich freuen, wenn es auch 2013 nach mehr werden würden!

Photoshop Bild eines Artega GT Targa. (Quelle: Artega)

Photoshop Bild eines möglichen Artega GT Targa. (Quelle: Artega)

Im Dezember ist noch ein Photoshop Bild eines Artega GT Targa aufgetaucht. Quelle ist hierbei Artega selbst, denn das Bild wurde aufgrund von Anfragen von Interessenten vor der Einstellung der Produktion angefertigt.

2013, was wird uns erwarten? Eine Wiederaufnahme der Artega GT Produktion ist sehr unwahrscheinlich, obwohl noch genug Ersatzteile auf Lager sind und Besitzer bestehender Fahrzeuge sich derzeit wenig Sorgen machen müssen. Der Artega GT war kein Verkaufserfolg, es wurde viel Lehrgeld bezahlt! Paragon nutzt die Artega Hallen nun für neue Geschäftsbereiche, trotzdem dürfen wir wohl auch 2013 gespannt in Richtung Delbrück schauen.

Ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2013 wünscht Artega-GT.de!

Artega ist Geschichte

Am 1. Oktober hat die paragon AG bekannt gegeben, wie die Zukunft am ehemaligen Artega Standort weitergehen soll. Die Produktion des Artega GT bleibt komplett eingestellt und die Kapazitäten werden anderweitig genutzt. Aus dem ehemaligen Vertriebs- und Markenzentrum wird ein Technologiezentrum, die Produktion soll für neue Geschäftsbereiche des Automobilzulieferers genutzt.

Insgesamt 26 ehemaligen Artega Mitarbeiter werden eine neue Anstellung in den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Montage und Engineering finden. Vordergründig stehen hier die Geschäftsbereiche Elektromobilität und Karosserie-Kinematik, in welchem paragon erste Erfolge vermelden konnte. So wird bereits 2013 ein Heckflügelantrieb für einen Supersportwagen in Delbrück vom Band laufen.

Die ehemaligen Artega Produktionshalle wird für den Musterbau und den Umbau von Kundenfahrzeugen genutzt. Besonders hervorzuheben ist, dass sich paragon auch weiterhin um den Service der ca. 130 produzierten Artega GT kümmert! Es sowohl erfahrene Mitarbeiter als auch original Ersatzteile zur Verfügung.

Auch das ehemaligen „Ristorante Artega“ wird bereits am 6. Oktober unter dem Namen „Essperiment“ als Bestandteil des paragon-Technologiezentrums wiedereröffnet.

Quelle: Pressemitteilung

Paragon übernimmt Vermögensbestände

Die paragon AG übernimmt am 1. Oktober 2012 alle Vermögensgegenstände der insolventen Artega Automobil GmbH & Co. KG. Die zum 30. September 2012 von der Insolvenzverwaltung stillgelegte Sportwagen-Produktion Artega GT wird das Unternehmen aber nicht wieder aufnehmen.

Die erworbenen Ressourcen an Mitarbeitern und Flächen will paragon für die Weiterentwicklung der neuen Geschäftsbereiche Elektromobilität und Karosserie-Kinematik nutzen.

Paragon ist das vor gut 30 Jahren von Klaus Dieter Frers gegründete Fahrzeugelektronikunternehmen, welchem dieser auch heute noch vorsteht. Frers musste im Jahr 2009 die Mehrheitsbeteiligung an Artega an einen mexikanischen Investor abtreten, nachdem die Wirtschaftskriese Paragon als auch Artega schwer getroffen hatte. Am 01. Oktober werden auf einer Pressekonferenz nähere Informationen zum Umgang der nun von Artega übernommenen Vermögensgegenstände gegeben.

Quelle: Paragon

Artega stellt Insolvenzantrag

Artega hat am 29. Juni 2012 einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Paderborn gestellt. Laut Unternehmensangabe war dieser Schritt notwendig, nachdem der seit Monaten geplante Verkauf an einen asiatischen Investor in allerletzter Minute gescheitert war.

Gemeinsam mit der Insolvenzverwaltung werden nun Gespräche mit weiteren Investoren aufgenommen, um eine Lösung für Artega sowie deren 34 Mitarbeiter zu finden.

Laut Automobilwoche dementierte das Unternehmen überschuldet zu sein. Artega Geschäftsführer Peter Müller sagte, dass ein Liquiditätsengpass absehbar sei, aber der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang fortgeführt werden könne. Er räumte jedoch Fehler ein, welche die derzeigen Probleme herbei geführt haben. „Wir haben sicher zu wenig Marketing gemacht und bis heute fehlen uns in wichtigen Regionen wie etwa Düsseldorf oder München Verkaufsstützpunkte.“

Quelle: Artega / Automobilwoche