Genfer Autosalon 2013

Genf war seit Jahren ein fester Termin im Kalender von Artegafahrern und -fans. Da die Lichter der Sportwagenmanufaktur in Delbrück im Oktober aber endgültig erloschen sind, konnte man sich in diesem Jahr auf die anderen Highlights aus Genf konzentrieren. McLaren stellt den neuen P1 gemeinsam mit einem legendären F1 LM aus, Lamborghini überrascht mit einer 3,5 Millionen Euro teuren Sonderversion des Aventadors namens Veneno und Ferrari lässt endlich die Katze aus dem Sack und präsentiert den fulminanten LaFerrari.

Spyker B6 Venator FrontAber auch aus den Niederlanden kommt ein interessantes Conceptcar. Aus den Niederlanden? Ja, dort ist Spyker Cars ansässig. Seit 1999 werden nach 70 jähriger Pause wieder Autos, genauer Sportwagen, unter diesem Markennamen hergestellt. Spyker sorte in 2009 für Aufsehen, als sie Saab übernnahmen. Wenige Monate später wurde Saab jedoch an chinesische Investoren weiter verkauft und daraufhin stellten diese einen Antrag auf Zahlungsunfähigkeit.

Nun, Spyker hat also auf dem Genfer Automobilsalon 2013 das B6 Venator Concept vorgestellt. Angetrieben von einem 6 Zylinder mit 375 PS und 6 Gang Automatik macht der B6 mit seinen kompakten Abmessungen dem Porsche Cayman Konkurrenz. Optisch teilt er sich die Designlinie mit dem großen Spyker C8 Aileron und bietet als optisches Highlight im Innenraum einen Spyker-typische Sicht auf das Schaltgestänge.

Spyker B6 Venator InteriorDer Grund, warum dem Spyker B6 aber nun ein Artikel auf Artega-GT.de gewidmet wird, macht sich an vielen kleinen Details fest: Er basiert auf einem Artega GT! Neben den Abmessungen und der Gewichtsverteilung finden sich sehr viele Gleichteile am Spyker, die nicht aus der Großserie stammen, bzw. so schon vom Artega GT bekannt sind. Es ist zwar noch nicht offiziell, aber es darf auch davon ausgegangen werden, dass auf den bekannten Passat R36 Motor von VW vertraut wird, welchem 75 PS zusätzlich entlockt wurden. Wir hoffen, dass wir noch einige Informationen über den B6 vom aktuell stattfindenen Automobilsalon erhalten werden.  Spyker B6 Venator HeckPreislich wird man beim Spyker mit einem Preis von über 125.000 Euro rechnen müssen, wenn eine Serienfertigung aufgenommen werden sollte. Artega-GT.de drückt auf jeden Fall die Daumen für einen erfolgreichen Messeauftritt!

Update: Mittlerweile wurde bekannt, dass Spyker für die Serienversion, welche innerhalb von 12 Monaten auf die Straße kommen soll, kein DSG Getriebe, sondern ein klassisches Wandler- oder ein manuelles Getriebe verbauen möchte. Hier sind also größere Unterschiede zum Artega GT zu erwarten.

Bildquelle: spykercars.com

Jahresrückblick 2012

Frohe Weihnachten von Artega-GT.de!

Wie jedes Jahr, möchte ich auch 2012 durch einen Jahresrückblick abschließen. Dieses Jahr war für alle Artega-Interessierten ein sehr besonderes, aber der Reihe nach:

Im Januar wurde öffentlich, dass Artega einen neuen Besitzer suchte. Tresalia Capital versuchte zwar die Wogen etwas zu glätten, indem geantwortet wurde, dass man lediglich einen Teilhaber suche, aber dort stand wohl schon mehr auf dem Spiel.

Ebenfalls im Januar wurden einige sehenswerte Artikel und Fotografien aktueller Modelle in Onlinemagazinen oder Printmedien veröffentlicht.

Genf 2012 im März: Lange wurde über das Artega-Messehighlight spekuliert, es wurde die Glasdach-Studie gezeigt. Mit dem ersten teilweise geöffnete Artega GT hatte man immer dem Himmel im Blick – durch das Glasdach oder direkt durch die frische Luft, wenn das Glasdach hinter den Sitzen verstaut wurde.

Im Mai 2012 berichtete Artega-GT.de über Artega Vermietangebote in Deutschland. Von Rennstrecke bis Sonntagsausfahrt ist für jeden Geschmack etwas vertreten.

Im Juli hatte man schon einige Monate nichts mehr von der Investorensuche vom Januar gehört. Nun musste ein Insolvenzantrag gestellt werden, da Gespräche „in letzter Minute“ scheiterten.

Drei Monate später, Ende September, lief die Insolvenz aus und Artega kam in die Hände eines alten Bekannten zurück. Klaus Dieter Frers – oder genauer, seine Paragon AG – übernahmen die Vermögensbestände von Artega. Die Produktion des Artega GT liegt seit dem still und sie wird nicht wieder aufgenommen.

Gute 130 Exemplare des für diese Seite namensgebenen Automobils wurden in den letzten 5 Jahren gefertigt. Mehr werden es nicht, aber was ist mit diesen Autos geschehen? Wie sehen sie überhaupt aus? Wo fahren sie? Diese Fragen möchte die im Oktober gestartete Artega GT Registry beantworten. Alle Artega Besitzer oder -Begeisterte sind aufgerufen Details zu Fahrzeugen einzusenden. Gut ein Drittel der Gesamtproduktion sind in den letzten Monaten mit Fahrgestellnummer in die Registry aufgenommen worden und ich würde mich freuen, wenn es auch 2013 nach mehr werden würden!

Photoshop Bild eines Artega GT Targa. (Quelle: Artega)

Photoshop Bild eines möglichen Artega GT Targa. (Quelle: Artega)

Im Dezember ist noch ein Photoshop Bild eines Artega GT Targa aufgetaucht. Quelle ist hierbei Artega selbst, denn das Bild wurde aufgrund von Anfragen von Interessenten vor der Einstellung der Produktion angefertigt.

2013, was wird uns erwarten? Eine Wiederaufnahme der Artega GT Produktion ist sehr unwahrscheinlich, obwohl noch genug Ersatzteile auf Lager sind und Besitzer bestehender Fahrzeuge sich derzeit wenig Sorgen machen müssen. Der Artega GT war kein Verkaufserfolg, es wurde viel Lehrgeld bezahlt! Paragon nutzt die Artega Hallen nun für neue Geschäftsbereiche, trotzdem dürfen wir wohl auch 2013 gespannt in Richtung Delbrück schauen.

Ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2013 wünscht Artega-GT.de!

Glasdach Studie in Genf 2012

„Offen für noch mehr Fahrfreude multipliziert mit einer weiteren Dimension.“

Speziell für Frischluftfanatiker präsentiert Artega auf dem diesjährigen Automobilsalon wieder einmal eine Weltpremiere: Eine Studie des Artega GT mit Glasdach! Der besondere Clou an der Konstruktion ist es, dass das Dach herausnehmbar gestaltet ist und in einem Softbag hinter den Sitzen verstaut werden kann, sodass der Artega zum Roadster wird. Bei schlechterem Wetter ist man mit allen technischen Vorzügen eines Coupes ausgestattet, wie etwa der besseren Geräuschdämmung im Vergleich zu einem Stoffdachcabrio, und hat gleichzeitig ein noch besseres Raumgefühl.

Darüber hinaus zeigt Artega einige neue Austattungsoptionen an einem 2012 Artega GT, welcher in einem Rot der klassischen Ferrari-Farbpalette lackiert wurde. Zu diesen Optionen gehört unter anderem die Rückfahrkamera, welche schon bei der ersten Studie des Artega GT im Jahr 2007 angekündigt wurde, kurz danach aber wieder aus der Preisliste verschwunden war. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

Auch der rein elektrisch betriebene Artega SE kehrt auf die Messe seiner ersten Präsentation vor einem Jahr zurück. Technisch ausgereifter werden nun auch genauere Zahlen genannt: Lediglich 10% Mehrgewicht, nämlich 1.460 kg, soll der SE im Vergleich zum benzingetriebenen GT auf die Waage bringen. Demgegenüber stehen immerhin 59 kW mehr Leistung (ingesamt 280 kW, also 380 PS) und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 3,9 Sekunden (GT mit Verbrennungsmotor 4,8 Sekunden). Auch bei der Höchstgeschwindigkeit werden für ein Elektroautomobil mindestens sehr respektable 200 km/h erreicht. Die Reichweite wird mit 280 km (NEDEC-Norm) angegeben, realistischer sind bei normaler Fahrweise aber immer noch 200 km. Die komplette Batterieeinheit kann mit speziellen Ladegeräten in nur 90 Minuten nachgeladen werden. Der Preis wird bei etwa 150.000 Euro liegen.

[youtube_sc url=“OruqnUENfNo“ title=“Artega%20Glasdach-Studie“]

ArtegaSE – Die Details

Auf dem Gen­fer Auto­mo­bil­sa­lon wurde der Arte­gaSE (Sport Electric) — das erste Elek­tro­auto der noch jun­gen Marke Artega der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert. Nun wur­den auch die tech­ni­schen Daten bekannt: Unter der Haube lie­fern zwei jeweils 140 kw (190 PS) starke Elek­tro­mo­to­ren für ordent­li­chen Vor­trieb. In Zah­len bedeu­tet dies, dass der Arte­gaSE von Null auf 100 km/h in 4,3 Sekun­den (zum Ver­gleich: 4,8 Sekun­den mit Ver­bren­nungs­mo­tor) sprin­ten und eine Höchst­ge­schwin­dig­keit von 250 km/h erreicht. Die gesamte Antriebs­ein­heit wiegt gerade ein­mal 150 Kilo­gramm. Der Wirkungsgrad ist mit über 90 Pro­zent extrem hoch.

ArtegaSE an der Ladestation

Die Ener­gie lie­fern 16 erprobte Batterie-Module aus Lithium-Ionen-Polymerzellen, wovon sich zwölf vor der Hin­ter­achse und vier auf der Vor­der­achse befin­den. Alle Bat­te­rien sind was­ser­ge­kühlt und kom­men gemein­sam auf einen Ener­gie­ge­halt von 37 Kilo­watt­stun­den bei einer Nenn­span­nung von 350 Volt. Das Gesamt­ge­wicht des Bat­te­rie­sys­tems beträgt 310 Kilogramm.

Nach NEDC-Norm hat der Arte­gaSE eine Reich­weite von 300 Kilo­me­tern, bei nor­ma­ler Fahr­weise wer­den es immer noch kom­for­ta­ble 200 Kilo­me­ter sein. Über den Anschluss am Fahr­zeug­heck las­sen sich die Bat­te­rien an einem regu­lär gesi­cher­ten Haushalts-Elektroanschluss auf­la­den. An Park & Ride-Stationen oder spe­zi­el­len Park­plät­zen mit Lade­sta­tio­nen ver­kürzt sich die Lade­zeit erheb­lich. Bei ent­spre­chen­der Lade­leis­tung kann die kom­plett ent­la­dene Bat­te­rie­ein­heit in nur 90 Minu­ten nach­ge­la­den wer­den. Der Arte­gaSE bie­tet darüber hinaus ein Reku­pe­ra­ti­ons­sys­tem, wel­cher die Bat­te­rien auf Wunsch bei jedem Brems­vor­gang auto­ma­tisch laden. Darin steckt eine noch nie in einem Elek­tro­fahr­zeug eingesetzte Neue­rung: Über die Schalt­pad­del am Lenk­rad kann die Inten­si­vi­tät der Ener­gie­rück­ge­win­nung stu­fen­weise kon­fi­gu­riert wer­den. Deak­ti­viert lässt sich der Zustand des “Segelns” errei­chen, in dem das Fahr­zeug auf der Auto­bahn ener­gie­spa­rend bewegt wer­den kann, bis hin zu einer maxi­ma­len Ener­gie­rück­ge­win­nung von 75 kW.

Das Kom­bi­in­stru­ment wurde neu gestal­tet mit kom­bi­nier­ten Ana­log– und Digi­tal­an­zei­gen für Geschwin­dig­keit, Reich­weite und Bat­te­riel­ade­zu­stand. Hinzu kommt eine Anzeige des Energieflusses.

Der Arte­gaSE wiegt insgesamt 1.400 kg und ist somit etwas gewich­ti­ger als ein 1.285 kg leich­ter Artega GT mit V6 Ben­zin­di­rekt­ein­sprit­zer. Die für das sport­li­che Talent wich­tige Ver­tei­lung des Gewichts bei­der Fahr­zeuge ist jedoch identisch.

Eine Seri­en­fer­ti­gung des Arte­gaSE ist bei ent­spre­chend guter Kun­denresonanz vor­ge­se­hen und im April 2012 könnte bereits ein Seri­en­fahr­zeug auf den Markt kom­men. Der Preis wird sich mit ca. 150.000 Euro im Bereich der Mit­be­wer­ber bewegen.

Genfer Automobilsalon: Vorstellung des ArtegaSE

Weltneuheit: ArtegaSE mit Elektroantrieb

Auf dem 81. Genfer Auto-Salon vom 1. bis 13. März 2011 stellt die Artega Automobil GmbH & Co. KG eine Version des Mittelmotor-Sportwagens mit Elektroantrieb vor, den ArtegaSE. „Unser Anspruch ist es, Verantwortung für die Umwelt mit automobiler Faszination in Einklang zu bringen“, betont Artega-Chef Peter Müller.

Mit diesem zukunftsträchtigen Projekt stellt das Unternehmen aus Delbrück erneut die Vorzüge einer Manufaktur unter Beweis. Hohe technische Kompetenz und kurze Entscheidungswege ermöglichen die Realisierung eines vollkommen neuen Antriebskonzepts in kürzester Zeit. Mit der Fraunhofer-Gesellschaft konnte Artega einen der kompetentesten Entwicklungspartner in diesem Segment überhaupt gewinnen. Diese hat anhand eines Frecc0 genannten Prototyps, welcher auch schon auf einem Artega GT basiert, Grundlagenforschung für Elektrofahrzeuge betrieben.

Präsentiert wird das neue Elektro-Modell im Rahmen einer Pressekonferenz, welche am 1. März 2011 um 13.00 Uhr auf dem Artega-Stand stattfindet.

Peter Müller wird ein Resümee seit dem Auftritt in Genfer Salon vor einem Jahr ziehen und die neu gegründete Artega Automobile Schweiz AG vorstellen.

Danach stellt Dr.-Ing. Wolfgang Ziebart die technischen Besonderheiten des ArtegaSE vor. Die Buchstaben des Kürzels stehen für „Sport Electric“. Der Initiator des Projektes E-Mobilität ist von den Vorzügen eines reinen Elektroantriebs für Sportwagen überzeugt: „Sportwagen werden meist dynamisch gefahren und verlieren dadurch sehr viel Energie durch die Bremsvorgänge. Bei Elektrofahrzeugen hingegen gelangt diese Energie durch die Rekuperation zurück in die Batterien. Darüber hinaus steht bei einem Elektrofahrzeug das Drehmoment in voller Höhe sofort zur Verfügung, was zu einem neuen dynamischen Empfinden führt.“

Quelle: Pressemitteilung