ArtegaSE — Die Details

Auf dem Gen­fer Auto­mo­bil­sa­lon wurde der Arte­gaSE (Sport Elec­tric) — das erste Elek­tro­auto der noch jun­gen Marke Artega der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert. Nun wur­den auch die tech­ni­schen Daten bekannt: Unter der Haube lie­fern zwei jeweils 140 kw (190 PS) starke Elek­tro­mo­to­ren für ordent­li­chen Vor­trieb. In Zah­len bedeu­tet dies, dass der Arte­gaSE von Null auf 100 km/h in 4,3 Sekun­den (zum Ver­gleich: 4,8 Sekun­den mit Ver­bren­nungs­mo­tor) sprin­ten und eine Höchst­ge­schwin­dig­keit von 250 km/h erreicht. Die gesamte Antriebs­ein­heit wiegt gerade ein­mal 150 Kilo­gramm. Der Wir­kungs­grad ist mit über 90 Pro­zent extrem hoch.

Arte­gaSE an der Ladestation

Die Ener­gie lie­fern 16 erprobte Batterie-Module aus Lithium-Ionen-Polymerzellen, wovon sich zwölf vor der Hin­ter­achse und vier auf der Vor­der­achse befin­den. Alle Bat­te­rien sind was­ser­ge­kühlt und kom­men gemein­sam auf einen Ener­gie­ge­halt von 37 Kilo­watt­stun­den bei einer Nenn­span­nung von 350 Volt. Das Gesamt­ge­wicht des Bat­te­rie­sys­tems beträgt 310 Kilogramm.

Nach NEDC-Norm hat der Arte­gaSE eine Reich­weite von 300 Kilo­me­tern, bei nor­ma­ler Fahr­weise wer­den es immer noch kom­for­ta­ble 200 Kilo­me­ter sein. Über den Anschluss am Fahr­zeug­heck las­sen sich die Bat­te­rien an einem regu­lär gesi­cher­ten Haushalts-Elektroanschluss auf­la­den. An Park & Ride-Stationen oder spe­zi­el­len Park­plät­zen mit Lade­sta­tio­nen ver­kürzt sich die Lade­zeit erheb­lich. Bei ent­spre­chen­der Lade­leis­tung kann die kom­plett ent­la­dene Bat­te­rie­ein­heit in nur 90 Minu­ten nach­ge­la­den wer­den. Der Arte­gaSE bie­tet dar­über hin­aus ein Reku­pe­ra­ti­ons­sys­tem, wel­cher die Bat­te­rien auf Wunsch bei jedem Brems­vor­gang auto­ma­tisch laden. Darin steckt eine noch nie in einem Elek­tro­fahr­zeug ein­ge­setzte Neue­rung: Über die Schalt­pad­del am Lenk­rad kann die Inten­si­vi­tät der Ener­gie­rück­ge­win­nung stu­fen­weise kon­fi­gu­riert wer­den. Deak­ti­viert lässt sich der Zustand des “Segelns” errei­chen, in dem das Fahr­zeug auf der Auto­bahn ener­gie­spa­rend bewegt wer­den kann, bis hin zu einer maxi­ma­len Ener­gie­rück­ge­win­nung von 75 kW.

Das Kom­bi­in­stru­ment wurde neu gestal­tet mit kom­bi­nier­ten Ana­log– und Digi­tal­an­zei­gen für Geschwin­dig­keit, Reich­weite und Bat­te­riel­ade­zu­stand. Hinzu kommt eine Anzeige des Energieflusses.

Der Arte­gaSE wiegt ins­ge­samt 1.400 kg und ist somit etwas gewich­ti­ger als ein 1.285 kg leich­ter Artega GT mit V6 Ben­zin­di­rekt­ein­sprit­zer. Die für das sport­li­che Talent wich­tige Ver­tei­lung des Gewichts bei­der Fahr­zeuge ist jedoch identisch.

Eine Seri­en­fer­ti­gung des Arte­gaSE ist bei ent­spre­chend guter Kun­denresonanz vor­ge­se­hen und im April 2012 könnte bereits ein Seri­en­fahr­zeug auf den Markt kom­men. Der Preis wird sich mit ca. 150.000 Euro im Bereich der Mit­be­wer­ber bewegen.

Artega GT Modelljahr 2011

Leise, still und heim­lich hat Artega die neue Preis­liste des Modell­jah­res 2011 ver­öf­fent­licht. Ab sofort haben sich der Seri­en­um­fang, aber auch die ver­füg­ba­ren Optio­nen des Artega GT geän­dert. Dem­ent­spre­chend wurde auch der Preis geän­dert, aber beleuch­ten wir zuvor die aktu­elle Ausstattung:

Der Artega GT bringt ab sofort das Kom­bi­in­stru­ment Pro­fes­sio­nal mit kon­fi­gu­rier­ba­ren TFT-Bildschirmen seri­en­mä­ßig mit. Es war in der Ver­gan­gen­heit das Pflich­t­ex­tra schlecht­hin und daher ist die­ser Schritt auch sehr zu begrü­ßen. Des Wei­te­ren wurde das Elek­tro­nik­pa­ket auf­ge­teilt: Der AUX-In– und iPod-Anschluss fin­den nun auch den Weg in jeden Artega GT, die Sitz­hei­zung wird sepa­rat ange­bo­ten. Dar­über hin­aus ist nun die han­dy­spe­zi­fi­sche Lade­funk­tion serienmäßig.

Ver­zich­ten muss der zukünf­tige Artega GT Fah­rer auf die Optio­nen Antennen-Diversity zum bes­se­ren Radio­emp­fang und den “pfle­ge­leich­ten”, aber auch optisch nicht unum­strit­te­nen Win­ter­rä­dern. Der Grund­preis wurde auf 83.900 Euro ange­ho­ben und der Ver­brauch wird nun auf­grund neuer gesetz­li­cher Rege­lun­gen mit 9,2 Litern im Euro-5-Messzyklus angegeben.

Artega Preis­liste 2011
Artega Bro­schüre 2011

Genfer Automobilsalon: Vorstellung des ArtegaSE

Welt­neu­heit: ArtegaSE mit Elektroantrieb

Auf dem 81. Gen­fer Auto-Salon vom 1. bis 13. März 2011 stellt die Artega Auto­mo­bil GmbH & Co. KG eine Ver­sion des Mittelmotor-Sportwagens mit Elek­tro­an­trieb vor, den ArtegaSE. „Unser Anspruch ist es, Ver­ant­wor­tung für die Umwelt mit auto­mo­bi­ler Fas­zi­na­tion in Ein­klang zu brin­gen“, betont Artega-Chef Peter Müller.

Mit die­sem zukunfts­träch­ti­gen Pro­jekt stellt das Unter­neh­men aus Del­brück erneut die Vor­züge einer Manu­fak­tur unter Beweis. Hohe tech­ni­sche Kom­pe­tenz und kurze Ent­schei­dungs­wege ermög­li­chen die Rea­li­sie­rung eines voll­kom­men neuen Antriebs­kon­zepts in kür­zes­ter Zeit. Mit der Fraunhofer-Gesellschaft konnte Artega einen der kom­pe­ten­tes­ten Ent­wick­lungs­part­ner in die­sem Seg­ment über­haupt gewin­nen. Diese hat anhand eines Frecc0 genann­ten Pro­to­typs, wel­cher auch schon auf einem Artega GT basiert, Grund­la­gen­for­schung für Elek­tro­fahr­zeuge betrieben.

Prä­sen­tiert wird das neue Elektro-Modell im Rah­men einer Pres­se­kon­fe­renz, wel­che am 1. März 2011 um 13.00 Uhr auf dem Artega-Stand stattfindet.

Peter Mül­ler wird ein Resü­mee seit dem Auf­tritt in Gen­fer Salon vor einem Jahr zie­hen und die neu gegrün­dete Artega Auto­mo­bile Schweiz AG vorstellen.

Danach stellt Dr.-Ing. Wolf­gang Zie­bart die tech­ni­schen Beson­der­hei­ten des ArtegaSE vor. Die Buch­sta­ben des Kür­zels ste­hen für „Sport Elec­tric“. Der Initia­tor des Pro­jek­tes E-Mobilität ist von den Vor­zü­gen eines rei­nen Elek­tro­an­triebs für Sport­wa­gen über­zeugt: „Sport­wa­gen wer­den meist dyna­misch gefah­ren und ver­lie­ren dadurch sehr viel Ener­gie durch die Brems­vor­gänge. Bei Elek­tro­fahr­zeu­gen hin­ge­gen gelangt diese Ener­gie durch die Reku­pe­ra­tion zurück in die Bat­te­rien. Dar­über hin­aus steht bei einem Elek­tro­fahr­zeug das Dreh­mo­ment in vol­ler Höhe sofort zur Ver­fü­gung, was zu einem neuen dyna­mi­schen Emp­fin­den führt.“

Quelle: Pres­se­mit­tei­lung

FHR 100-Meilen-Trophy

Am 22. und 23. Januar 2011 fand die Jah­res­sie­ger­eh­rung der FHR 100-Meilen-Trophy in den Räu­men von Artega in Del­brück statt. Da Artega in die­ser Sai­son als Spon­sor der Renn­se­rie auf­trat, erwar­tete die erfolg­rei­chen Teams und Fah­rer von his­to­ri­schen GT-Fahrzeugen der Bau­jahre 1972 bis ’81 am Sams­tag Abend neben der Pokal­über­gabe ein beson­de­res Rah­men­pro­gramm. So blieb fast keine Tür ver­schlos­sen und eine Werks­füh­rung zeigte allen Inter­es­sen­ten die Geburts­stätte des Füh­rungs­fahr­zeugs des Eifel­ren­nens (s. Bild). Dar­über hin­aus bot sich die Mög­lich­keit den neuen Artega GT vor Ort Probe zu fah­ren. Am Sonn­tag wurde die nahe­ge­le­gene geplante Renn­stre­cke ‘Bils­ter Berg’ und der Gräf­li­che Park Bad Dri­burg besich­tigt. Auch an die­sem Tag stan­den Fahr­zeuge für Pro­be­fahr­ten zur Verfügung.

Bild­quel­len: FHR (1 Bild), Pri­vat (4 Bilder)

Frohe Weihnachten

Artega-GT.de wünscht frohe Weih­nach­ten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wie auch in den ver­gan­gen Jah­ren wol­len wir die­ses Mal 2010 Revue pas­sie­ren lassen.

Die ers­ten Monate in 2010 beherrschte aus Artega-Sicht noch ein Thema aus 2009: Im Dezem­ber über­nahm der ehe­ma­lige Min­der­an­teils­ei­ge­ner Tresa­lia Capi­tal das Steuer bei Artega und tauschte die Füh­rungs­mann­schaft aus. Diese fror zunächst die Aus­lie­fe­rung ein, um wesent­li­che Qua­li­täts­ver­bes­se­run­gen am Artega GT durch­füh­ren zu können.

Der mitt­ler­weile tra­di­tio­nelle Auf­tritt beim Gen­fer Auto­mo­bil­sa­lon im März brachte daher wenig Neues. Es wur­den zwei Modelle mit eini­gen der erwähn­ten Ver­bes­se­run­gen aus­ge­stellt, die Aus­lie­fe­rung wurde jedoch erst wie­der im Mai auf­ge­nom­men. Im glei­chen Monat wurde auch bekannt, dass das bekannte Fraun­ho­fer Insti­tut auf Basis eines Artega GT Pro­to­typs sein Elek­tro­mo­bil “FreccO” ent­wi­ckelt hat. Ziel ist es, grund­le­gende Erfah­run­gen mit den neuen Antriebs­tech­ni­ken zu machen.

Ab Juli 2010 wur­den ste­tig neue Test­be­richte des über­ar­bei­te­ten Modells in den Medien ver­öf­fent­licht. Zu den ers­ten gehörte die Auto­zei­tung, wel­che dem Artega GT Best­no­ten in Beschleu­ni­gung und Ver­braucht erteilte.

Das erste Sport­fah­r­er­trai­ning orga­ni­siert von Artega-GT.de wurde im August 2010 auf dem Mili­tär­flug­ha­fen Güters­loh durch­ge­führt. Neben einem Artega GT form­ten auch andere Sport­wa­gen wie Wies­mann MF4, Lotus Elise und einige Opel Speeds­ter eine bunte Truppe. Das Trai­ning geht im Juli 2011 in die zweite Runde.

Im Sep­tem­ber erschien der Fahr­be­richt des Artega GT von Artega-GT.de in Zusam­men­ar­beit mit Carpassion.com. Die­ser lässt sich kurz zusam­men­fas­sen: Dem Artega GT merkt man seine Rei­fe­zeit an. Er ist über­ra­schend All­tags­taug­lich, bie­tet gleich­zei­tig aber auch Sportwagen-würdige Fahrleistungen.

Der lan­ger­war­tete Super­test der Zeit­schrift sport auto wurde Mitte Novem­ber ver­öf­fent­licht. Auch hier — man erwar­tet schon lang­sam nichts ande­res mehr — glänzt der Artega GT. Mit weni­gen Aus­nah­men wer­den in den ein­zel­nen Dis­zi­pli­nen Höchst­punkt­zah­len errun­gen und auch die legen­däre Nord­schleife wir in schnel­len 8.13 Min umrundet.

Anfang Dezem­ber wurde Artega-GT.de zum zwei­ten Mal grund­le­gend über­ar­bei­tet. Es wird nun ein neues Content-Mangement-System ein­ge­setzt, wel­ches unter ande­rem die Wie­der­ein­füh­rung der “Informations”-Sektion erlaubt.

Was bringt 2011? Das Artega-Jahr beginnt wie­der­rum mit dem Gen­fer Auto­mo­bil­sa­lon, wel­cher vom 3. — 13. März statt­fin­det. Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass Artega auch die­ses Mal einige Neu­hei­ten prä­sen­tie­ren wird. Wei­ter geht es im Jahr 2011 mit dem schon erwähn­ten Artega-GT.de Sport­fah­r­er­trai­ning im Juli. Im Sep­tem­ber wird in Frank­furt die 81. IAA und damit die welt­größte Auto­mo­bil­aus­stel­lung statt­fin­den. Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass Artega auch hier prä­sent sein wird.

2. Artega-GT.de Sportfahrertraining

Auf­grund der äußerst posi­ti­ven Reso­nanz, orga­ni­siere ich auch in 2011 ein auf Sport­wa­gen aus­ge­leg­tes Fahr­si­cher­heits­trai­ning. Am Sams­tag, den 04.06.2011, wird wie­der auf dem weit­läu­fi­gen Gelände des Mili­tär­flug­plat­zes in Güters­loh, wel­cher u.a. per­ma­nente Gleit­flä­chen bie­tet, gefah­ren. Außer­dem ver­fügt das Areal über einen Hand­ling­kurs mit wech­seln­den Fahrbahnbelägen.

Da schon einige Inter­es­sens­be­kun­dun­gen vor­lie­gen, habe ich die­ses Mal zwei Grup­pen reser­viert, die Teil­neh­mer­grenze liegt bei ca. 20 Fahr­zeu­gen. Die Pla­nung und Lei­tung des Trai­nings über­nimmt auch bei die­sem Mal Heinz Sasse, wel­cher sich durch Sport­wa­gen­er­fah­rung aus­zeich­net und neben­bei auch Trai­nings für Por­sche oder Audi abhält.

  • Zeit: 04. Juni 2011 9 Uhr — ca. 17 Uhr
  • Ort: Flug­platz der Royal Air­force, Gütersloh
  • Für Ver­pfle­gung (Getränke / Mit­tags­im­biss) wird gesorgt
  • Grup­pen­größe: 2x 10 Fahrzeuge
  • Ziel­gruppe: Fah­rern von Mit­tel­mo­tor­sport­wa­gen, wie Artega GT, Opel Speeds­ter, Lotus Elise, aber auch ande­ren Sportwagen
  • Anmel­de­schluss: Sonn­tag, 27. Februar 2011
  • Kos­ten: Zwi­schen 65 — 85€, je nach Teil­neh­mer­zahl. Letz­tes Jahr: 80 €.
  • Für alle Teil­neh­mer ist eine Voll­kas­ko­ver­si­che­rung mit 200€ SB abgeschlossen.

Anmel­dun­gen wer­den ab sofort ent­ge­gen genommen!

Trai­ler aus dem letz­ten Jahr: http://www.youtube.com/watch?v=7ynaxJDIXUg

Artega GT Sport Auto Supertest

Kon­zep­tio­nell bringt der neue deut­sche Sport­wa­gen Artega GT alles mit, was die Sportwagen-Zukunft ver­langt: einen leis­tungs­fä­hi­gen State-of-the-Art-Antrieb aus der Groß­se­rie, kom­pakte Aus­maße, schnit­ti­ges Design und – vor allem – Leicht­bau­gene.” So beginnt er — der lang erwar­tete Super­test der Zeit­schrift Sport Auto des Artega GT.

Der Super­test ist im deutsch­spra­chi­gen Auto­mo­bil­jour­na­lis­mus eine feste Insti­tu­tion — er ist für Sport­wa­gen das, was der bekannte Dau­er­test der Auto Bild für Alltags-PKW ist. Des­halb rich­ten sich nun alle Augen auf den Test des Artega GT. Um das Wich­tigste vor­weg zu neh­men: 8.13 min! Ken­ner wis­sen nun schon, was gemeint ist — die Run­den­zeit auf der legen­dä­ren Nür­burg­ring Nord­schleife. Eine kleine Sen­sa­tion für die noch junge Auto­marke aus Ost­west­fa­len. Der mit Sport­rei­fen neu­es­ter Spe­zi­fi­ka­tion besohlte Artega ist damit auf Augen­höhe mit rein­ras­si­gen Sport­wa­gen wie einer Dodge Viper SRT-10 und liegt noch vor dem Por­sche Cayman S oder auch dem Hub­raum­mons­ter aus Stutt­gart — dem Mer­ce­des SL65 AMG.

Die zweite wich­tige Renn­stre­cke bei einem Super­test ist der kleine Hocken­heim­ring. Hier darf gestaunt wer­den, schließ­lich fährt sich der Artega GT mit einer glat­ten 1.13 min auf das Niveau eines Fer­rari F430, Por­sche 911 Car­rera S und Mer­ce­des SLR McLa­ren! Die Sport­rei­fen vom Typ Conti Force­Con­tact haben natür­lich einen gro­ßen Ein­fluss auf das attes­tierte neu­trale Fahr­ver­hal­ten bei gleich­zei­tig höchs­ter Agi­li­tät. Abstri­che muss mit die­ser Berei­fung aller­dings auf nas­ser und gleich­zei­tig kal­ter Fahr­bahn gemacht wer­den. Die Nasshandling-Wertung wird mit ledig­lich einem Punkt in der Wer­tung abgeschlossen.

Ins­ge­samt hin­ter­lässt der Artega einen sehr guten Ein­druck und gibt einen Ein­stand, wie er bis auf das Nass­hand­ling kaum hätte bes­ser aus­fal­len kön­nen. So lobt Chef­re­dak­teur von Saurma in sei­nem Fazit die zwei Sei­ten der Medaille, wel­cher ein Artega GT bie­tet: Auf der einen Sei­ten impo­niert er mit sei­nen Mess­wer­ten, mit wel­chem er den Respekt der Sportfahrer-Szene sicher hat, auf der ande­ren Seite glänzt er mit All­tags­taug­lich­keit. Der kom­plette Super­test kann unter die­sem Link nach­ge­le­sen werden.

Quelle: Sport Auto

Artega GT — Fahrbericht 2010

Seit der ers­ten Vor­stel­lung im Jahr 2007 ist viel Zeit ver­gan­gen. Der Artega GT sieht optisch noch tau­frisch aus und die Macher ver­spre­chen, dass er nun auch die Qua­li­täts­an­for­de­run­gen erfüllt. Grund genug für Artega-GT.de ein Fahr­zeug des aktu­el­len Fer­ti­gungs­stan­des auf die Probe zu stellen.

Immer im Fokus: Ein Artega GT erzeugt Aufsehen!
Immer im Fokus: Ein Artega GT erzeugt Aufsehen!

Da ist es wie­der — es faucht zunächst böse, dann wum­mert es mit viel Bass fried­voll vor sich hin. So könnte man die typi­sche Start­se­quenz eines Artega GT akus­tisch beschrei­ben. Der bekannte 3,6l V6 ist immer noch das Herz­stück des Artega GT und ist unter ande­rem für die Musik ver­ant­wort­lich. Er kann aber mehr als dies: Inner­halb von 4,8 Sekun­den soll der Direkt­ein­sprit­zer die ledig­lich 1,18 Meter hohe Flun­der aus dem Stand auf Tempo 100 sprin­ten las­sen. Dies ist aber auch ein Ver­dienst des extra für den Artega GT abge­stimm­ten Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­bes (DSG), wel­ches zuver­läs­sig und blitz­schnell seine Auf­gabe ver­rich­tet. Man kann dabei wäh­len ent­we­der bequem im Auto­ma­tik­mo­dus zu fah­ren oder selbst die Gang­wech­sel in der manu­el­len Gasse oder mit den Schalt­pad­deln am Lenk­rad zu initi­ie­ren. Tat­säch­lich har­mo­niert das DSG aus­ge­zeich­net in die­sem kom­pak­ten und leich­ten (1250 kg Leer­ge­wicht) Sportwagen.

Ob Rennstrecke oder Boulevard: Der Artega fühlt sich überall heimisch.
Ob Renn­stre­cke oder Bou­le­vard: Der Artega fühlt sich über­all heimisch.

Auch die rest­li­chen Funk­tio­nen des aktu­el­len Arte­gas kön­nen nun mit dem Wort “zuver­läs­sig” beschrie­ben wer­den. Das feu­er­rote Test­fahr­zeug ver­fügte unter ande­rem über die neu­este Tacho­ein­heit, wel­che leicht an den getrenn­ten Wel­len für Dreh­zahl und Geschwin­dig­keit zu erken­nen ist. Hier­mit geht zwar ein Mar­ken­zei­chen des Arte­gas ver­lo­ren — Zei­ger von Dreh­zahl­mes­ser und Tacho auf einer Welle – auf der ande­ren Seite kann jedoch auf erprobte und bewährte Tech­nik zurück­ge­grif­fen wer­den. Auch die Front­haube, wel­che in ihrer frü­hes­ten Ver­sion durch extreme Ver­for­mun­gen nahe der Höchst­ge­schwin­dig­keit für Auf­se­hen gesorgt hatte, wurde schon vor lan­ger Zeit ver­stärkt und kon­tu­riert. Im aktu­el­len Modell besteht diese Haube nicht mehr aus dem typi­schen Kunst­stoff Poly­ure­than, wie der Rest der Artega-Karosserie. Statt­des­sen wird nun zur Gewichts­re­duk­tion bei gleich­zei­ti­ger Sta­bi­li­täts­ver­bes­se­rung eine Haube aus Car­bon mon­tiert. Von außen ist diese gewohnt lackiert, sodass kein Unter­schied zur übri­gen Karos­se­rie auf­fällt, von unten ist sie jedoch in hoch­wer­tigs­ter Sicht­car­bo­n­aus­füh­rung gefer­tigt, sodass man die per­fekte Webung der Fasern sehen kann. Es bleibt span­nend, was Artega als nächs­tes aus die­sem Hightech-Material anbie­ten wird.

Mit aktivierter Launch Control beschleunigt der GT optimal an der Schlupfgrenze.
Mit akti­vier­ter Launch Con­trol beschleu­nigt der GT opti­mal an der Schlupfgrenze.

Fahr­dy­na­mik war schon immer die Tugend des Arte­gas. Trotz Gewichts­zu­nahme auf 1250kg (Leer­ge­wicht) wäh­rend der Ent­wick­lungs­zeit, ist der kleine Zwei­sit­zer aktu­ell immer noch eines der leich­tes­ten Auto­mo­bile mit V6-Motor auf dem deut­schen Markt. Kur­vige Land­stra­ßen sind dabei wohl das per­fekte Jagd­ge­biet des Artega GT. Der Saug­mo­tor hängt natur­ge­mäß gut am Gas, die kom­pak­ten Abmes­sun­gen kön­nen gut abge­schätzt wer­den, was wich­tig ist, um eine gute Linie fah­ren zu kön­nen. Ein­zig die Außen­spie­gel, wel­che durch eine EU-Vorschrift gewal­tige Dimen­sio­nen ange­nom­men haben, stö­ren die Sicht schräg nach vorne. Die am Test­fahr­zeug mon­tier­ten optio­na­len Schmie­de­rä­der mit gewal­ti­gen 305 mm brei­ten Sport­rei­fen auf der Hin­ter­achse ver­hel­fen beim Kur­ven­räu­bern zu guter Trak­tion. Sollte man den­noch ein­mal eine Kurve zu opti­mis­tisch anfah­ren, greift das nun seri­en­mä­ßig akti­vierte ESP ein und ver­hin­dert ein Aus­bre­chen des Hecks wir­kungs­voll. Auch auf der Auto­bahn macht der Artega GT eine gute Figur. Da er unge­fes­selt bis zur ein­ge­tra­ge­nen Höchst­ge­schwin­dig­keit von 271 km/h stür­men darf, hängt er viele stär­kere, aber auf 250 km/h gedros­selte Limou­si­nen ab. Das Fahr­ver­hal­ten wirkt jedoch nahe der Höchst­ge­schwin­dig­keit ner­vös, auf unebe­ner Fahr­bahn muss der Fah­rer kon­zen­triert agie­ren. Hier könnte der Grund im recht kur­zen Rad­stand lie­gen. Nichts­des­to­trotz arbei­ten die Brem­sen aus dem Hause Brembo auch bei die­sen Tempi aus­ge­zeich­net. Der Wagen liegt bei einer har­ten Brem­sung sehr gut in der Spur, die Ver­zö­ge­rung ist nahezu kon­kur­renz­los gut. Dies schafft Sicher­heit und Ver­trauen in den neuen deut­schen Sport­wa­gen – dem Artega GT.

Auf der Kos­ten­seite hin­ter­lässt der Artega GT einen zwie­späl­ti­gen Ein­druck. Der Ein­stiegs­preis ist mit 79.950€ für einen klei­nen Sport­wa­gen mit 300 PS kein Schnäpp­chen. Auf der ande­ren Seite ist die Seri­en­aus­stat­tung mit DSG-Getriebe, Xenon, Teil­le­der und Navi­ga­tion sehr umfang­reich. Auch die rela­tiv weni­gen optio­na­len Extras sind im Ver­gleich zu andern Auto­mo­bil­her­stel­lern nicht teuer, sodass es ver­wun­dern sollte jemals einen Artega in Grund­aus­stat­tung zu Gesicht zu bekom­men. Der  Test­ver­brauch pen­delte sich bei ca. 12 Liter auf 100 km ein, wohl­ge­merkt mit Hoch­ge­schwin­dig­keits­fahr­ten und Beschleu­ni­gungs­tests, sodass man im All­tag von einem leicht gerin­ge­ren – auf der Renn­stre­cke von einem höhe­ren Ver­brauch aus­ge­hen kann. Da der moderne Direkt­ein­sprit­zer die Abgas­norm Euro 5 erfüllt, ist ein Neu­fahr­zeug 12 Monate von der Kraft­fahr­zeug­steuer befreit.

Der Grundpreis für den kompakten Sportler beträgt 79.950€.
Der Grund­preis für den kom­pak­ten Sport­ler beträgt 79.950€.

Fazit
Rom wurde nicht an einem Tag erschaf­fen und so braucht auch eine kom­plexe tech­ni­sche Ent­wick­lung wie der Artega GT eine gewisse Zeit bis alle Kom­po­nen­ten wie gewünscht zusam­men­ar­bei­ten. Indem die seit Ende 2009 ein­ge­setzte Füh­rungs­mann­schaft sich dut­zen­den von klei­nen und gro­ßen Kin­der­krank­hei­ten ange­nom­men hat, hat der über­ar­bei­tete Artega GT eine hohe tech­ni­sche Reife erlangt. Man kann nun mit Fug und Recht behaup­ten, dass nun wirk­lich er ersehnte Alles­kön­ner gewor­den ist. Er ist zuver­läs­sig, sport­lich und prak­tisch zugleich. Es steht außer Frage, dass es für jede die­ser Eigen­schaf­ten eine Refe­renz auf dem Auto­mo­bil­markt gibt, aber es wird schwie­rig ein ähnlich exklu­si­ves Fahr­zeug zu fin­den, wel­ches man pro­blem­los zum Ein­kau­fen nut­zen kann und dar­auf­hin auf der Renn­stre­cke bei ein paar schnel­len Run­den Spaß zu haben. Man sollte nur nicht ver­ges­sen den Ein­kauf zwi­schen­zeit­lich aus­zu­la­den ;)

Das Design von Henrik Fisker wirkt aus jeder Perspektive beeindruckend.
Das Design von Hen­rik Fis­ker wirkt aus jeder Per­spek­tive beeindruckend.

Wei­tere Bil­der fin­den sich in der Artega-GT.de Gale­rie.

Text: Patrick W.
Bil­der:Mat­thias Kierse