Artega Scalo Superelletra

Seit der Vorstellung des Artega Scalo vor zwei Jahren ist es ruhig geworden um Artega. Nun melden sie sich auf der internationalen Motorshow in Genf mit dem Scalo Superelletra wieder zu Wort.

Superelletra ist ein Kofferwort aus dem italienischen superleggera (sehr leicht) und elettrico (elektrisch). Diese beiden Begriffe symbolisieren zugleich am besten den gut 1.020 PS starken Leichtbausportwagen, geben aber auch einen Hinweis auf die hierbei federführende Designschmiede Touring Superleggera aus Mailand.

Leistung ist das beherrschende Thema des Superelletra: 750kW (gut 1020 PS), gigantische 1.620 Nm Drehmoment und eine Reichweite von etwa 500km stehen auf dem Zettel. Es sind vier Voltabox Motoren, je zwei pro Achse, installiert. Die Batterie ist ebenfalls eine Entwicklung der Paragon-Tochter Voltabox und sitzt im Heck. Es handelt sich um eine Lithium-Ionen-Batterie mit eine Kapazität von 120kWh und einer Spannung von 800V.

Doch auch das Interieur ist grundlegend überarbeitet worden. Wie aus dem legendären McLaren F1 bekannt sitzt der Fahrer mittig in der Kabine, die beiden Mitfahrer sitzen versetzt zu den Seiten hinter ihm. Dadurch wird eine bestmögliche Übersicht gewährleistet, es erklärt aber auch den sehr langen Radstand von 2,80m.

Preislich soll sich der Artega Scalo Superelletra zwischen einer halben und einer Millionen Euro bewegen. Sollte es zur Serienfertigung kommen, wird die Aluminiumkarosserie von italienischen Fachleuten handgefertigt und die Endmontage ist in Delbrück.

Quelle: Auto Motor & Sport

Artega Scalo – Käuflicher Elektrosportler

Auf der IAA 2015 wurde der Nachfolger des Artega GT vorgestellt – der Artega Scalo. Optisch ist die Verwandtschaft unverkennbar – unter der Karosserie aus Polyurethan und Carbon hat sich jedoch einiges geändert.

Eine beeindruckende Beschleunigung in 3,6 Sekunden vonArtega Scalo rear 0 auf 100 km/h und eine elektronisch abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h kennzeichnen den Artega Scalo. Auch die Reichweite von bis zu 400 km und die Ladezeit überzeugen. Mit 64 kW Gleichstrom-Schnellladung ist es möglich, in weniger als einer Stunde die Batterie komplett aufzuladen.

Der Artega Scalo greift auch einige Produkte aus dem Paragon-Universum zurück. Die Cockpitelektronik, inkl. MirrorPilot, kommt zum Beispiel wieder direkt von Paragon. Die zwei Hochleistungs-Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 300 kW und einem Drehmoment von 780 Nm stammen von der Paragon Tochter Voltabox.. Eine Weltneuheit ist der Energiespeicher: Lithium-Ionen-Batteriemodule, kombiniert mit optimal abstimmen SuperCaps (Hochleistungskondensatoren).

Artega Scalo Vorstellung

Anders als die Elektro-Studie Artega SE wird der Scalo allerdings auch käuflich zu erwerben sein. Er wird nur auf Bestellung produziert, wird 170.000 Euro kosten und ist auf 12 Exemplare limitiert.

Artega Karo – das Elektro-Quad

Mit dem Artega Karo steigt die Marke Artega in eine neue Fahrzeuggattung ein. Das neue deutsche Elektro-Spaßmobil kombiniert die Vorzüge von Quads, Jetskis und Motorrollern. Der zweisitzige Artega Karo ist ein Konzeptfahrzeug, das für die Serienfertigung vorbereitet ist.

Das rennwagenähnliche Fahrwerk vermittelt in Verbindung mit der unArtega Karo Frontmittelbar erlebbaren Kraft des Elektromotors ein Fahrerlebnis, das über das sprichwörtliche „Gokart-Feeling“ hinausgeht. Der Artega Karo beschleunigt von 0 auf 80 km/h in unter 5 Sekunden. Formschöne Beinschilder mit einer integrierten Versteifung aus hochfestem Stahl optimieren
Sicherheit und Spritzwasserschutz.

Den Spaßfaktor erhöht ein herausnehmbares Soundmodul mit Artega Karo rearSmartphone-Anbindung. Über Bluetooth kann von einem beliebigen Gerät (Handy, Tablet, MP3-Player) die gewünschte Musik wiedergegeben werden. Auch das Laden des Artega Karo ist ein absoluter Pluspunkt: Ladegerät und Ladekabel mit normalem Schuko-Stecker sind mit an Bord – wie bei einem Staubsauger.

Artega Cup 2014

In diesem Jahr startete erstmals ein Renn-Artega GT in einer regelmäßigen Rennserie, der DMV TCC. Auch beim ADAC Bördesprint war der Rennwagen in diesem Jahr auf Erfolgskurs.

Trackday Artega auf dem Bilster Berg

Trackday Artega auf dem Bilster Berg

In der Zwischenzeit wurden acht Lagerfahrzeuge von Artega zu Trackdayfahrzeugen umgebaut. Technisch sind sie serienmäßig, allerdings ist die Sicherheit nach FIA-Norm aufgerüstet worden. Diese können im Rahmen von „Artega for Rent“ von Hobbypiloten gemietet werden und haben unter anderem schon auf dem Bilster Berg für viel Fahrfreude gesorgt.

Auf der Essen Motorshow wird nun ein neues Kundenprogramm vorgestellt: Die umgebauten Trackday Artegas können ab dem nächsten Jahr genutzt werden, um im Rahmen der DMV TCC den Artega GT Cup auszufahren. Die Fahrzeuge werden von RED Motorsport professionell betreut und können von den Kunden für 34.500 Euro pro Saison gemietet werden. Weitere Infos auf http://www.artega-cup.de.

Karl-Heinz Kalbfell tödlich verunglückt

In der Anfangsgeschichte von Artega taucht neben Klaus Dieter Frers auch sein Name auf: Karl-Heinz Kalbfell. Der 63-jährige verunglückte am Samstag bei einem Motorradunfall auf der englischen Rennstrecke Brands Hatch tödlich.

Karl-Heinz Kalbfell

Kalbfell war von 1977 bis 2004 Manager bei BMW und mitverantwortlich für die Rückkehr der Bayern in die Königsklasse des Motorsports, der Formel 1. Im Anschluss daran arbeitete er für Rolls-Royce, Alfa Romeo und Maserati.

Im Jahr 2007 machte er auch Station in Delbrück, um die in den Kinderschuhen steckende Idee des Artega GT zu begleiten und Klaus Dieter Frers zu beraten. Ihm gebührte damals neben Frers und dem ehemaligen Bürgermeister Delbrücks die Ehre des ersten Spatenstichs für das Artega Werk.

Wiesmann stellt Insolvenzantrag

Wiesmann ist eine wahre Institution im Bereich der deutschen Kleinserienhersteller. Das 1988 gegründete Unternehmen aus dem westfälischen Dülmen hat eine lange Tradition in der Herstellung puristischer Sportwagen im typischen Retrodesign.

Wiesmann MF4 CS am Bilster Berg

Wiesmann MF4 CS am Bilster Berg

Nun ist auch dieser Sportwagenhersteller in finanzielle Nöte gelangt und hat am 14. August beim Amtsgericht Münster einen Insolvenzantrag gestellt. Die Verantwortlichen bei Wiesmann suchen derzeit nach neuen Investoren, um das Fortbestehen des Unternehmens zu sichern. In den letzten 25 Jahren wurden etwa 1.600 Fahrzeuge mit den beliebten BMW Motoren hergestellt.

Seit einigen Monaten ist das Einstiegsmodell MF3 aufgrund neuer Zulassungsvoraussetzung nicht mehr erhältlich, ein Nachfolger wurde noch nicht angekündigt. Der Einstieg beginnt nun bei ca. 130.000 Euro für einen GT MF4, das Spitzenmodell Roadster MF5 kostet gar 200.000 Euro.

Artega-GT.de wünscht viel Erfolg die schwierigen Zeiten zu überwinden!

Jahresrückblick 2012

Frohe Weihnachten von Artega-GT.de!

Wie jedes Jahr, möchte ich auch 2012 durch einen Jahresrückblick abschließen. Dieses Jahr war für alle Artega-Interessierten ein sehr besonderes, aber der Reihe nach:

Im Januar wurde öffentlich, dass Artega einen neuen Besitzer suchte. Tresalia Capital versuchte zwar die Wogen etwas zu glätten, indem geantwortet wurde, dass man lediglich einen Teilhaber suche, aber dort stand wohl schon mehr auf dem Spiel.

Ebenfalls im Januar wurden einige sehenswerte Artikel und Fotografien aktueller Modelle in Onlinemagazinen oder Printmedien veröffentlicht.

Genf 2012 im März: Lange wurde über das Artega-Messehighlight spekuliert, es wurde die Glasdach-Studie gezeigt. Mit dem ersten teilweise geöffnete Artega GT hatte man immer dem Himmel im Blick – durch das Glasdach oder direkt durch die frische Luft, wenn das Glasdach hinter den Sitzen verstaut wurde.

Im Mai 2012 berichtete Artega-GT.de über Artega Vermietangebote in Deutschland. Von Rennstrecke bis Sonntagsausfahrt ist für jeden Geschmack etwas vertreten.

Im Juli hatte man schon einige Monate nichts mehr von der Investorensuche vom Januar gehört. Nun musste ein Insolvenzantrag gestellt werden, da Gespräche „in letzter Minute“ scheiterten.

Drei Monate später, Ende September, lief die Insolvenz aus und Artega kam in die Hände eines alten Bekannten zurück. Klaus Dieter Frers – oder genauer, seine Paragon AG – übernahmen die Vermögensbestände von Artega. Die Produktion des Artega GT liegt seit dem still und sie wird nicht wieder aufgenommen.

Gute 130 Exemplare des für diese Seite namensgebenen Automobils wurden in den letzten 5 Jahren gefertigt. Mehr werden es nicht, aber was ist mit diesen Autos geschehen? Wie sehen sie überhaupt aus? Wo fahren sie? Diese Fragen möchte die im Oktober gestartete Artega GT Registry beantworten. Alle Artega Besitzer oder -Begeisterte sind aufgerufen Details zu Fahrzeugen einzusenden. Gut ein Drittel der Gesamtproduktion sind in den letzten Monaten mit Fahrgestellnummer in die Registry aufgenommen worden und ich würde mich freuen, wenn es auch 2013 nach mehr werden würden!

Photoshop Bild eines Artega GT Targa. (Quelle: Artega)

Photoshop Bild eines möglichen Artega GT Targa. (Quelle: Artega)

Im Dezember ist noch ein Photoshop Bild eines Artega GT Targa aufgetaucht. Quelle ist hierbei Artega selbst, denn das Bild wurde aufgrund von Anfragen von Interessenten vor der Einstellung der Produktion angefertigt.

2013, was wird uns erwarten? Eine Wiederaufnahme der Artega GT Produktion ist sehr unwahrscheinlich, obwohl noch genug Ersatzteile auf Lager sind und Besitzer bestehender Fahrzeuge sich derzeit wenig Sorgen machen müssen. Der Artega GT war kein Verkaufserfolg, es wurde viel Lehrgeld bezahlt! Paragon nutzt die Artega Hallen nun für neue Geschäftsbereiche, trotzdem dürfen wir wohl auch 2013 gespannt in Richtung Delbrück schauen.

Ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2013 wünscht Artega-GT.de!

Artega GT Registry

Die Produktion des Artega GT ist eingestellt – eine gute Zeit um einen Überblick über die produzierten Fahrzeuge zu erhalten. Welche Farben wurden produziert? Wann wurden die meisten Fahrzeuge zugelassen? Welches ist das erste und welches das zuletzt gebaute Auto? Welcher Artega wurde gar bereits zerstört?

All diese Fragen möchte die Artega GT Registry (nur für registrierte Nutzer zugänglich) versuchen zu beantworten. Im Forum findet sich im Themenbereich „Allgemein“ ein Beitrag in dem alle Informationen zu einem Artega GT zusammengetragen und in eine Liste eingepflegt werden. Besitzer, Interessenten und Artega-Begeisterte sind herzlich eingeladen diese Informationen von ihren eigenen oder irgendwo gefunden Fahrzeugen beizusteuern.

Derzeit dürften nahezu 100% aller Intro 2008 Sondermodelle im Registry hinterlegt sein, insgesamt ist ca. ein Viertel der Artega Produktion bereits erfasst!

Artega ist Geschichte

Am 1. Oktober hat die paragon AG bekannt gegeben, wie die Zukunft am ehemaligen Artega Standort weitergehen soll. Die Produktion des Artega GT bleibt komplett eingestellt und die Kapazitäten werden anderweitig genutzt. Aus dem ehemaligen Vertriebs- und Markenzentrum wird ein Technologiezentrum, die Produktion soll für neue Geschäftsbereiche des Automobilzulieferers genutzt.

Insgesamt 26 ehemaligen Artega Mitarbeiter werden eine neue Anstellung in den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Montage und Engineering finden. Vordergründig stehen hier die Geschäftsbereiche Elektromobilität und Karosserie-Kinematik, in welchem paragon erste Erfolge vermelden konnte. So wird bereits 2013 ein Heckflügelantrieb für einen Supersportwagen in Delbrück vom Band laufen.

Die ehemaligen Artega Produktionshalle wird für den Musterbau und den Umbau von Kundenfahrzeugen genutzt. Besonders hervorzuheben ist, dass sich paragon auch weiterhin um den Service der ca. 130 produzierten Artega GT kümmert! Es sowohl erfahrene Mitarbeiter als auch original Ersatzteile zur Verfügung.

Auch das ehemaligen „Ristorante Artega“ wird bereits am 6. Oktober unter dem Namen „Essperiment“ als Bestandteil des paragon-Technologiezentrums wiedereröffnet.

Quelle: Pressemitteilung

Paragon übernimmt Vermögensbestände

Die paragon AG übernimmt am 1. Oktober 2012 alle Vermögensgegenstände der insolventen Artega Automobil GmbH & Co. KG. Die zum 30. September 2012 von der Insolvenzverwaltung stillgelegte Sportwagen-Produktion Artega GT wird das Unternehmen aber nicht wieder aufnehmen.

Die erworbenen Ressourcen an Mitarbeitern und Flächen will paragon für die Weiterentwicklung der neuen Geschäftsbereiche Elektromobilität und Karosserie-Kinematik nutzen.

Paragon ist das vor gut 30 Jahren von Klaus Dieter Frers gegründete Fahrzeugelektronikunternehmen, welchem dieser auch heute noch vorsteht. Frers musste im Jahr 2009 die Mehrheitsbeteiligung an Artega an einen mexikanischen Investor abtreten, nachdem die Wirtschaftskriese Paragon als auch Artega schwer getroffen hatte. Am 01. Oktober werden auf einer Pressekonferenz nähere Informationen zum Umgang der nun von Artega übernommenen Vermögensgegenstände gegeben.

Quelle: Paragon